Start der neuen PAR-Richtlinie

Am 01.07.2021 ist die neue PAR-Richtlinie gestartet. Alle PAR-Behandlungen, die noch nicht angefangen sind, müssen neu beantragt werden!

Damit allen ein guter Einstieg gelingt, hat auch unsere KZV ein Lernvideo erstellt. Das kann hier angesehen werden!.

Wer es sich im Service-Portal der KZV herunterlädt, bekommt auch noch ein Fortbildungszertifikat mit Punkten.

Die KZV hofft, dass alle Praxen diese neuen Chancen einer guten und erfolgreichen PAR-Behandlung nutzen.

Hinweis: Am 10.08.führt der Verband eine Hybrid-Veranstaltung zum Thema durch. Näheres in der Rubrik Termine

PAR-Richtlinie: Wie können Praxen die neuen Leistungen abrechnen?

Aus einer Pressemitteilung der KZBV vom 21.06:

2.Teil des KZBV-Videoprojekts gestartet

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat heute den 2. Teil ihres dreiteiligen Videoprojektes zum Inkrafttreten der neuen Parodontits-Richtlinie gestartet. Nachdem vor einigen Tagen bereits mit einem ersten Video die neue Behandlungsstrecke und ihre Entstehung sowie zentrale standespolitische und wissenschaftliche Hintergründe vorgestellt wurden, geht der zweite Film für Zahnarztpraxen nun detailliert auf konkrete Abrechnungsmodalitäten ein. Das Video kann ab sofort über die Website und die Social-Media-Kanäle der KZBV bei Youtube, Facebook und Twitter abgerufen werden.
Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstands der KZBV, und Martin Hendges, stellv. Vorsitzender des Vorstands, erläutern Schritt für Schritt die entsprechenden BEMA-Positionen, Formulare sowie die Beantragung, Bewertung und Abrechnung der neuen PAR-Leistungen inklusive entsprechender Übergangsregelungen für Behandlungen, die vor dem 1. Juli – dem Datum des Inkrafttretens der neuen Richtlinie – begonnen wurden.
Das neue Erklärvideo dient vor allem der Information von behandelnden Zahnärztinnen, Zahnärzten und ihren Teams. Zugleich soll der Film eine inhaltliche Vorbereitung von Versorgungsangeboten ermöglichen und aktuelle Fortbildungsveranstaltungen der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen begleiten und ergänzen.
Mit der Bewertung der neuen Leistungen wird die Parodontaltherapie nachhaltig in der Versorgung verankert und angemessen honoriert. Insgesamt erfährt die gesamte Behandlungsstrecke, zu der jetzt auch Elemente wie die Unterstützende Parodontitistherapie (UPT), die Evaluation und Gesprächsleistungen zählen, in der Praxis eine deutliche Aufwertung. Ziel des Berufsstandes ist es, die hohe Parodontitislast in Deutschland dauerhaft zu senken.
Die KZBV hatte unmittelbar nach Umsetzung der neuen PAR-Richtlinie im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband im Bewertungsausschuss aufgenommen, um Leistungsbeschreibungen und Abrechnungsbestimmungen im BEMA zu konsentieren und betriebswirtschaftlich stimmige Bewertungen durchzusetzen.
Teil 3 des PAR-Videoprojekts folgt in den nächsten Wochen. Dabei stehen dann die Leistungen zur PAR-Behandlung vulnerabler Gruppen nach  § 22a SGB V im Fokus. Bei diesen Leistungen aus Teil 4 des BEMA wird in einer modifizierten PAR-Behandlungsstrecke zurückgegriffen. Die Bewertung und Abrechnung sind ebenso Themen des 3. Films, wie auch der niederschwellige und bürokratiearme Zugang zu diesen Leistungen.
Hintergrund: Die neue PAR-Richtlinie
Die systematische Behandlung der Volkskrankheit Parodontitis steht ab dem 1. Juli vor einem grundlegenden Neuanfang: Zu diesem Datum treten die neue Parodontitis-Richtlinie, Ergänzungen der Behandlungsrichtlinie wie der Parodontale Screening-Index und auch die Richtlinie für die PAR-Behandlung vulnerabler Gruppen nach § 22a SGB V in Kraft. Gesetzlich krankenversicherte Patientinnen und Patienten können dann umfassend und dem aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse entsprechend versorgt werden. Um diesen Meilenstein in der Versorgung zu erreichen, hatte die KZBV intensive, fachliche Beratungen und Verhandlungen geführt – zunächst über mehrere Jahre im G-BA zu den Inhalten der Richtlinie und anschließend im Bewertungsausschuss zu den Details einzelner Leistungen und deren Vergütung für die Vertragszahnärzteschaft.

Wahlen zum Vorstand der Bundeszahnärztekammer – Ergebnisse

Der bisheriger Vizepräsident Prof. Dr. Christoph Benz aus München zum neuen Präsidenten der BZÄK im 2.Wahlgang mit 102 von 162 Stimmen gewählt.

Zum ersten Vizepräsidenten wurde der Präsident der Kammer Hamburg Konstantin von Laffert mit 127 Stimmen gewählt.

Zur zweiten Vizepräsidentin wurde Frau Dr. Romy Ermler aus Potsdam mit 110 Stimmen gewählt.

Wie kam es zur Neubesetzung des Vorstandes der Zahnärztekammer?

Nachdem zunächst ein Koalitionsvertrag mit den Partnern FVDZ (7 Sitze in der DV der ZÄK), der Fraktion Gesundheit (6 Sitze) und uns (13 Sitze) ausgehandelt war, erlangte der amtierende Präsident Karsten Heegewaldt in den ersten zwei Wahlgängen leider nur 22 Ja-Stimmen bei 23 Gegenstimmen. Erst im 3. Wahlgang wurde er schließlich mit 23 Ja-Stimmen gewählt.

Bei der nachfolgenden Wahl zum Vizepräsidenten unterlag Michael Dreyer (FVDZ) der Herausforderin Barbara Plaster (Dentista – 5 Sitze) mit 21 zu 24 Stimmen. Daraufhin entschloss sich die Fraktion des Freien Verbandes die Sitzung zu verlassen.

Nach kurzer Beratung und angesichts der Tatsache, dass der kurz zuvor unterschriebene Koalitionsvertrag nicht eingehalten wurde, entschloss sich der Verband der Zahnärztinnen und Zahnärzte von Berlin ebenfalls die Sitzung zu verlassen. Wir hatten ein hervorragendes Team für die Besetzung des Kammervorstandes zusammengestellt, für dessen Wahl nun keine Mehrheit mehr vorhanden war.

Wir bedauern dies im Nachhinein ausdrücklich. Sicherlich hätten wir nach reiflicher Überlegung anders entschieden.

Wir möchten auf diesem Wege unseren scheidenden Vorstandsmitgliedern, den Kollegen Detlef Förster, Helmut Kesler und Dietmar Kuhn für ihre hervorragende Arbeit in den letzten Jahren danken. Sie haben mit großem Engagement und Enthusiasmus ihre Referate geführt und hinterlassen exzellent strukturierte Ressorts.

Gleichwohl wünscht der Verband der Zahnärztinnen und Zahnärzte von Berlin dem wiedergewählten Kammerpräsidenten Karsten Heegewaldt weiterhin eine erfolgreiche Arbeit mit dem neu gewählten Vorstand. Auch diesem möchten wir gratulieren und auf diesem Wege viel Erfolg bei der Bewältigung der nun anstehenden Aufgaben wünschen.

Wir sind weiterhin für die Sorgen und Nöte der Kolleginnen und Kollegen da und wünschen uns einen angeregten Austausch. Wir werden auch in Zukunft konstruktiv die Kammerarbeit unterstützen.

Ihr Vorstand

Kammerwahl 2020 – Einordnung des Ergebnisses

Abstimmungsberechtigte Mitglieder 5922
Abgegebene Stimmen: 1984  Wahlbeteiligung 33,5%   (2016 35,2%)
Gültige Stimmen: 1829

Listennr.   Name      Stimmen       Sitze
Liste 1: Kieferorthopädie     118     3
Liste 2: Fraktion Gesundheit 239     6
Liste 3: Verband der ZahnÄrztinnen – Dentista    195     5
Liste 4: Allianz Chirurgie        69    1
Liste 5: Verband der Zahnärztinnen und Zahnärzte        531     13
Liste 6: Öffentlicher Gesundheitsdienst       44    1
Liste 7: Freier Verband       268     7
Liste 8: IUZB  365     9

Erkenntnisse können wir nun daraus ziehen? Besonders frustrierend ist die Wahlbeteiligung. Berlin hat damit einen weiteren Tiefpunkt in die Akzeptanz der Selbstverwaltung gesetzt! Wo in anderen Ländern teilweise Werte um 50% erreicht werden, sinkt sie in Berlin auf 1/3! Das ist nicht akzeptabel. In keinem anderen Kammergebiet wir so kontrovers in der Standespolitik diskutiert, wie in unserer Stadt. Obwohl wir auf unseren Bezirksversammlungen immer nur Zustimmung erfahren, äußert sich die überwiegende Mehrheit gar nicht. Da wo die Kammer eine konstruktive Rückkopplung mit den Kollegen erwartet ist Schweigen. Daraus zieht die Opposition dann Nektar für ihr destruktives Handeln in der Delegiertenversammlung und auf ihrer Website. Wie lange der Senat mit seiner Aufsichtsfunktion uns überhaupt noch für voll nimmt bleibt dahingestellt.Wir vom Verband ärgern uns, dass wir trotz einer höheren Zahl an abgegebenen Stimmen absolut 28 Stimmen verloren haben! Das ist schade. Der Verlust von 4 Sitzen in der DV schmerzt viel mehr!Man kann das Ergebnis auch anders einordnen. Die Zahl der Listen hat sich um 1 erhöht! Dabei hat sich Zahl auf der Opposition Seite von 4 auf 2 halbiert, auf der Regierungsseite von 2 von 3 erhöht! Die Kieferorthopäden verharren bei 3 Sitzen, weil deren Zahl auch konstant ist und die Chirurgen und der ÖGD traten neu  an. Und jetzt zu den Zahlen: Fraktion Gesundheit und IUZB erhielten zusammen 604 Stimmen. 2016 waren das incl. DAZ und Junge Zahnmedizin 589. Verband und Freier Verband hatten 2016 846 Stimmen. 2020 sind es mit den ZahnÄrztinnen von Dentista 994! Das heißt, das Dentista, eine Kollegin dieser Liste war im letzten Kammervorstand, die Verluste des Verbandes und des FVDZ (19 Stimmen) abgefangen haben und noch Kolleginnen und Kollegen mobilisiert hat! Ein klarer Auftrag zur „Regierungsbildung“ unter Einbeziehung von Dentista ist uns hiermit erteilt.Die Forderung seitens der IUZB ist eine Wiederholung eines Versuchs ihre wenig konstruktive Haltung von 3 DV’en im Jahr in die wöchentliche Vorstandsarbeit der Kammer zu tragen. Das kann nicht im Sinne der Kolleginnen und Kollegen in der Stadt sein. Auch wenn sie das gewollt hätten, hätte die Wahlbeteiligung deutlich höher sein müssen!

Listennr.   Name Stimmen Sitze
Liste 1: Kieferorthopädie 118 3

Brief an eine/n imaginäre/n Kollegin/en

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

Sie stellen die Frage nach dem Sinn, in diesem Verband der Zahnärztinnen und Zahnärzte von Berlin Mitglied zu werden. Ich möchte versuchen, Ihnen diese Frage zu beantworten. Sie ist natürlich nur aus meiner persönlichen Sichtweise zu beantworten und mag eventuell nicht auf Ihre Zustimmung treffen.

Für mich ist die Antwort nämlich sehr einfach: Als Mitglied in unserem Verband haben Sie die Möglichkeit, aktiv Ihre eigene berufliche Zukunft mit zu gestalten! Denn eine große Zahl von Repräsentanten beider Körperschaften – KZV und Kammer – sind in unserem Verband zu Hause. Sie stehen Ihnen auf Bezirksversammlungen und Verband-DV‘en immer für Fragen zur Verfügung. Sie haben dort die ideale Möglichkeit, aktuelle Probleme anzusprechen, selber Anregungen zu geben, und, und, und. Oft genug flossen diese Anregungen direkt in die Arbeit von Kammer und KZV ein.

Dieser Verband hat ein liberales Leitbild, das auch ständig gelebt wird! Unterschiedliche Auffassungen werden offen ausgetragen, was manchmal nicht zu jedermanns Freude gereicht.

Dieser Verband macht z.Zt. eine Umbruchphase durch, in der manch alte Zöpfe abgeschnitten werden. Auch das ist eher ein Grund ihm beizutreten als ihn zu verlassen. Denn heute kann prägend mitgestaltet werden! Hier erleben Sie den Erfahrungsaustausch mit dem Kollegen von nebenan, der nicht zuletzt in persönliche Freundschaften münden kann – oder das Gegenteil, wie im richtigen Leben.

Sie müssen allerdings dafür auch aktiv werden, so wie man nicht nur fordern kann, sondern auch geben muss. Dies ist das Problem unserer Zeit, in der wir uns oft mehr leisten als wir leisten und das Besitzen wollen vor dem dafür notwendigen Handeln kommt. Wenn Sie dazu nicht bereit sind, wird Ihnen auch ein anderer Verband keine Alternative bieten können, erst recht nicht die oppositionellen Verbände.

Falls Sie nach der täglichen Arbeit in der Praxis in Ihrer Freizeit keinen Zahnarzt mehr sehen wollen, haben Sie auch dafür mein Verständnis. Dann sollten Sie sich aber einen Verein suchen, der mit Zahnheilkunde und Zahnärzten nichts zu tun hat – einen Golfclub zum Beispiel. Obwohl, auch da treiben sich viele Zahnärzte rum.

Mit freundlichen Grüßen
Jörg-Peter Husemann

 

 

Kammerwahl 2020 – Nachlese

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die Wahl zur Delegiertenversammlung der Kammer ist vorbei. Wir wollen uns bei unseren Wählerinnen und Wählern bedanken. Wir haben mit Abstand die meisten Stimmen bekommen und wissen das Vertrauen unserer Wählerinnen und Wähler sehr zu schätzen.

Darüber hinaus muss man aber doch das Ergebnis analysieren. Wir haben Stimmen verloren, konnten aber trotz der widrigen Bedingungen in denen der Wahlkampf stattfand, erneut stärkste Fraktion werden. Leider hat die Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen wieder nicht abgestimmt! Warum? Haben die Nichtwähler die bisherige Arbeit der Kammer nicht wahrgenommen? Sind sie in Abwehrhaltung, aber nicht nur gegenüber dem Vorstand, sondern der Kammer insgesamt? Wir wissen es leider nicht.

Die Führer der Liste „IUZB“, die mehr Unwahrheiten als Wahrheiten verbreitet, die beispielsweise Kostensenkungen in den Raum stellt ohne die Finanzen der Kammer konstruktiv zu hinterfragen, die unser Pfaff-Institut, den Kammerpräsidenten und den Geschäftsführer durch den Dreck zieht, macht das wissentlich! Vielleicht haben sie aber auch in der DV geschlafen oder hat die Fakten schlicht nicht verstanden?! Aus dem Einsammeln von Stimmen von Listen, die keine Daseinsberechtigung (mehr) haben, einen Machtanspruch auf einen Sitz im Vorstand zu konstruieren ist pervers! Eine realistische Einschätzung des Ergebnisses dürfte man schon erwarten!

Die IUZB im Vorstand der Zahnärztekammer würde nur Unfrieden und Zwietracht bedeuten! Man stelle sich vor: Man könnte dann nicht weiter Lügen und Verleumdungen verbreiten, sondern müsste ernsthaft im Sinne der Kollegenschaft arbeiten. Das trauen wir den Beteiligten schlichtweg nicht zu. Es ist bereits schmerzlich, wenn man derart unkollegiales und ungehobeltes Verhalten 3mal pro Jahr in der DV über sich ergehen lassen muss!

Aufgrund der Corona-Pandemie war dieser Wahlkampf nicht einfach. Wir haben versucht, einen sachlichen und informativen Wahlkampf zu führen! Auch haben wir die einzige paritätisch besetzte Liste aufgestellt.

Das wurde leider nicht ausreichend honoriert! Dazu kamen einige Ereignisse, die sich suboptimal auf die Außendarstellung ausgewirkt haben.

Der Verband wird diese Wahl aufarbeiten und dann in die Zukunft schauen. Die geleistete Arbeit kann sich sehen lassen. Wir müssen streitbarer werden und für die Umsetzung unserer Ziele sorgen. Ein „Weiter so“ wird es nicht geben! Mit erfahrenen und auch frischen Kräften werden die nächsten 5(!) Jahre angepackt!

Der Vorstand