Verband der Zahnärzte von Berlin
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Eine Reise von Mater dolorosa zur Mater macerata

Öffentliche Publikationen oder Nachrichten sind für Eingeweihte oder Sachkundige nicht immer sensationell, sondern abgetreten.

Handelt es sich um Mitteilungen aus Oppositionskreisen über angeblich Aufgedecktes, Ausgespähtes, angebliche Rechtsbeugung oder gar „Vorwurfs-Umkehrschluss-Wahrheiten“ aus unseren Körperschaften, so ist man gerade noch geneigt, die Feder zu führen. Essentielle Hypertensionen werden schwerlich ausgelöst.

Intendierte Kumulationseffekte von Internet-Auftritten unserer Prinzipal-Opportunisten sind von der Effekthascherei nicht mehr zu differenzieren. Offenbar verbirgt sich dahinter meist nicht mehr als nur eine „Mater dolorosa“.

Anamnestisch betrachtet sind solche Oppositionsvibrationen keine heldenhafte Reaktionen auf real existierende Gefahren von malträtierenden Gesetzgebungsverfahren, welche auf die Zahnärzteschaft gerichteten sind. Da der gesetzgeberische Gegner offenbar ideologisch toleriert wird, torpediert man die KZV und deren Vorstandsvorsitzende.

Neueste Entwicklungen sprechen sogar für eine feindliche Übernahme. Die IUZB gab bekannt, dass sie mit der Berliner MEDECO-GMBH und der Großpraxis in den Gropiusstadtpassagen (Wahlliste „Gemeinsam praktizierende Zahnärzte“, GpZ) eine Wahllistenvereinigung eingehen wird. Besondere Aufmerksamkeit ist drauf zu lenken, dass der Leiter der MEDECO-GMBH, Herr Dr.med. Dr.med.dent Weiss, auch noch Beisitzer im Vorstand der IUZB geworden ist.

Schlägt man noch die Brücke zum DAZ, so werden Erinnerungen an gemeinsame Hauptversammlungen der IUZB mit dem DAZ wach, deren personelle Verquickung durch den Kieferorthopäden W.Kampmann gesichert ist. Eingeweihte munkeln sogar, dass er neben seiner Mitgliedschaft im BDZ, sich zusätzlich einer tertiären Mitgliedschaft in der IUZB und der Fraktion Gesundheit rühmt. Im DAZ bemüht sich W.Kampmann, den Posten des „stellvertretenden Vorsitzenden“ auszukleiden. Seine multiplen Parteipositionen sprechen für multiplen Vorgesetztengehorsam.

Welch eine verborgende Peinigung der standespolitischen Landschaft mögen boshafte Kritiker hier vermuten.

Es treten möglicherweise Verschmelzungen ein, deren moralisch rigorose, ästhetisch hochsensiblen, seelisch leicht verletzbaren Mitglieder auf Wählerzuneigung, Wählersehnsucht, Liebe und Zuneigung abgestellt sind. Kurzum: auf eine durchleuchtete Vollkommenheit und auf eine für alle transparente Wahrheit !

Verborgene Lust an Kassandra, Leiden in den Köpfen dieser neuen Oppositionsgruppe im Sinne einer „Mater dolorosa“?

Nein! Es neigt sich eine berufspolitische Entwicklungsreise hin zur „Mater macerata“.
Die Berliner Zahnärzteschaft hat ihre Erfahrungen mit der MEDECO-GMBH und der Gropiuspassagen-Praxis. Sie hat auch Sammelerfahrungen mit den vielen Erlebniswelten und dem windigen, judiziellen Facettenreichtum der IUZB. Die kollegialen Sensoren kennen mittlerweile auch den faden Beigeschmack der im IUZB-Windschatten hausierenden Fragment-BUZ und den Lippennarzismus aus den Oppositionsreihen.

Möge die kommende KZV-Wahl aufschlussreich und objektiv das Mißverhältnis offenbaren zwischen deren bisheriger Existenz und deren Werteschöpfung, zwischen dem, was sie erreichen wollten und dem, was sie erreicht haben --- oder meinen, erreicht zu haben!
So sehe ich es.

Ihr Dr.Wolfgang Kopp



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