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Verband der Zahnärzte von Berlin
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Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin – für die Zukunft gut aufgestellt!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Wahlen zur Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Berlin stehen vor der Tür. Im Nachgang zu dieser Wahl werden auch die Vertreter unseres Versorgungswerkes erneut gewählt.

Der Wahlkampf hat eigene Gesetze, die Verbände ringen um Stimmen, versuchen ihre Anhänger zu mobilisieren und neue Wähler zu finden. Den Emotionen wird von der einen oder anderen Seite teilweise freier Lauf gegeben, es wird leider auch persönliche Angriffe geben und Halbwahrheiten und Halbwissen haben Konjunktur.

In einem berufsständischen Versorgungswerk geht es um eine verantwortungsbewusste, konservative, zukunftsorientierte und vertrauensvolle Arbeit für die Mitglieder. Zur Sicherung ihrer Anwartschaften und Renten. Trotzdem wird auch unser Versorgungswerk Thema des Berliner Wahlkampfes werden. Deshalb eine kleine Rückschau über die geleistete Arbeit und der Blick in die Zukunft.

Vorangestellt sei hier das Wichtigste: Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin ist gut aufgestellt!
Der Verwaltungsausschuss unter Leitung der Kollegen Albert Essink und Ingo Rellermeier hat gut gearbeitet. Ihm, dem Direktor, Herrn Ralf Wohltmann und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung gilt unser besonderer Dank.

Unser Versorgungswerk ist ein relativ „junges“, mit jährlichem Zuwachs bei den Finanzanlagen, d.h. die Beitragszahlungen (Zahlungseingänge) sind deutlich höher als die Rentenzahlungen (Zahlungsausgänge). Das Verhältnis wird sich in den nächsten Jahren verschieben aber erst in 8-10 Jahren ausgeglichen sein.
Alle Bereiche unseres Versorgungswerkes wurden in den vergangenen Jahren einer Überprüfung unterzogen. Die Abläufe wurden und werden weiter professionalisiert und optimiert – das papierlose Büro findet Einzug, Bürokratie wird wo möglich abgebaut.

Eine moderne und transparente Satzung wurde erarbeitet und von der Vertreterversammlung beschlossen, die direkte Immobilienverwaltung wurde abgeschafft und unser Immobilienbestand in einen Fonds überführt. Dadurch konnte unsere Verwaltung kompakter und noch effektiver werden. Zu Beginn des Jahres 2013 wird deshalb ein Umzug erfolgen. Die von der Verwaltung des VZB genutzte Bürofläche wird kleiner, Kosten werden gesenkt, das bisher genutzte Gebäude nachvermietet.

Das gesamte Anlageportfolio des Versorgungswerkes ist risikooptimiert und wird jährlich von dritter Seite unter diesen Gesichtspunkten unter die Lupe genommen. Natürlich gibt es Risiken, keine Kapitalanlage ist ohne Risiko - doch es gilt diese Risiken zu kennen und so gering wie möglich zu halten, sowie ausreichend Vorsorge für den Fall des Eintrittes des Risikofalles zu schaffen. Das ist in einer sich schnell wandelnden Zeit mit globalisierten Märkten immer schwerer und erfordert entsprechenden Einsatz. In den letzten Jahren ist uns das gut gelungen. Der Rechnungszins wurde weitgehend erreicht und es gab darüber hinaus auch zusätzliche Dynamisierungen.
Die schmerzvolle Absenkung der Anwartschaften aus der Vergangenheit wird so schrittweise ausgeglichen.
Da die Renditen für langfristige, „sichere“ Anleihen sehr gering sind, wird es in der Zukunft weiterhin schwer bleiben, den ambitionierten Rechnungszins zu erreichen. Investitionen in Infrastrukturfonds und andere Sachwerte werden zukünftig eine größere Rolle spielen.

Die Beteiligung an den „Paramount Real Estate Funds“ verursachte in den Jahren nach der US-amerikanischen Immobilienkrise durch Neubewertung der Immobilien einen erheblichen Buchwertverlust. In diesem Jahr konnten diese Buchwertverluste durch ein strategisches Nachinvestment ausgeglichen werden.

Nachrangige Investments in Griechenland, Polen und Irland (Staatsanleihen) bergen ein Risiko von ca. 15 Mio. Euro. Bei einer Anlagesumme von mehr als 1000 Mio. Euro stellt das kein schwerwiegendes Problem dar. Mehr als die Hälfte dieser Anlagesumme ist dabei sehr konservativ in Schuldscheindarlehen, Namensschuld- und Inhaberschuldverschreibungen investiert. Namensschuldverschreibungen sind dabei überwiegend Namenspfandbriefe. Einen großen Anteil nehmen natürlich auch Renten- und Geldmarktfonds ein. Nur etwa 6% machen derzeit Aktieninvestments aus, die aber überwiegend in sogenannten „absolute return“ Mandaten professionell gesteuert werden. Durch diese sehr konservative, diversifizierte Anlagepolitik ist die europäische Finanzkrise, die ganz nebenbei auch eine amerikanische ist, bisher spurlos an uns vorbeigezogen.

Seit 2010 arbeiteten Verwaltungs- und Aufsichtsausschuss an einer Antikorruptionsrichtlinie für die Gremien des Versorgungswerkes. Wenn auch teilweise anders oder missverständlich dargestellt, diese Antikorruptionsrichtlinie wurde von Aufsichts- und Verwaltungsausschuss 2010 initiiert - was alle wissen sollten, denn sämtliche die Vertreterversammlung zusammensetzenden Listen gehörten den Gremien zu diesem Zeitpunkt an. Richtig ist, dass insbesondere Herr Kollege Lutz-Stephan Weiß (Liste Kampmann) sehr engagiert an der Erarbeitung der Richtlinie mitgewirkt hat und ein Teil seiner Vorschläge in diese Richtlinie einflossen. Dank dieser verbandsübergreifenden Zusammenarbeit wurde die Antikorruptionsrichtlinie dann folglich als Antrag des Aufsichtsausschusses einstimmig von der Vertreterversammlung beschlossen. Sie wird nun auch Modellcharakter für ähnliche Regelungen in der Zahnärztekammer Berlin haben, wie der Kammerpräsident der Zahnärztekammer Berlin, Herr Kollege Schmiedel, versicherte.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, unser Versorgungswerk ist für die Zukunft gut aufgestellt! Trotzdem gab es in der letzten Zeit öffentliche Äußerungen aus den eigenen Reihen der Zahnärzte, die dazu führen könnten, dass der gute Ruf unserer Versorgungswerke beschädigt wird. Ihre eingezahlten Beiträge sind im Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin 100%-kapitalgedeckt und werden im Moment mit mehr als 3,8% im Schnitt verzinst. Schauen Sie sich doch bitte mal um, was es momentan sonst so gibt, z.B. bei Lebensversicherungen oder der Deutschen Rentenversicherung Bund. Berufsständige Versorgungswerke haben sich über Jahrzehnte bewährt und sind eine Errungenschaft der freien Berufe. Wir sollten auf keinen Fall zulassen, dass sie in der Öffentlichkeit schlecht geredet werden - schon gar nicht aus den eigenen Reihen.

Wir möchten uns bei den Kolleginnen und Kollegen aus der Vertreterversammlung, dem Verwaltungs- und Aufsichtsausschuss für Ihre verantwortungsbewusst kontrovers-konstruktive, vertrauensvolle und ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle unseres Versorgungswerkes an dieser Stelle herzlich bedanken.

Mit kollegialen Grüssen

Eckehart Schäfer     Vorsitzender des Aufsichtsausschusses
Jörg Meyer                stellv. Vorsitzender des Aufsichtsausschusses

 
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