Wahlprogramm zur KZV-Wahl 2010
KZV Wahl 2010
Husemann & Pochhammer
im
VERBAND DER ZAHNÄRZTE VON BERLIN
Wir haben die „Staats-KZV“ in Berlin verhindert! Wir wollen uns weiterhin in der KZV Berlin engagieren. Wir wollen zahnärztlichen Sachverstand einzubringen, um zu verhindern, dass sich politisch gewollt, die Berliner KZV von der Kollegenschaft entfernt. Mit uns wird die KZV-Berlin weiter der Berliner Zahnärzteschaft ¬vertreten!
Denn nur eine berufstätige Zahnärzteschaft in freier und selbstän¬diger Praxis ist mündig und aufgeklärt, nur sie kann die Folgen möglicher Fehlentscheidungen seiner KZV erkennen!
Wir treten den großen Praxisketten und Klinik-GmbH-en entschieden entgegen. Sie haben nur das vornehmliche¬ Ziel der Gewinnmaximier-ung. Ihre Größe und Finanzkraft nutzen sie zum Nachteil der freien Zahnarztpraxis aus.
BUNDESPOLITISCHE ZIELE:
- Erhalt und Ausbau unserer freiberuflichenStrukturen
- Die freie Arztwahl unserer Patienten sichern
- Erhalt des deutschen Sozialstaates
- KZVen als Selbstverwaltungsorgane erhalten und kollektive Vertragsstrukturen sichern
- Sicherstellungsauftrag durch die KZVen erhalten
- Abschaffung hauptamtlicher Vorstände und Rückkehr zur ehrenamtlichen Tätigkeit
- Anhebung der Vergütung in den neuen Bundesländern und Berlin auf das Westniveau und keine Nivellierung
- Finanzieller Ausgleich strukturbedingter Budgetverwerfungen (sollte Budgetabschaffung scheitern)
- Aufhebung der Budgetierung und Degression
Falls nicht:Ausbau des Festzuschuss- und Mehrkostensystems
(Budgetfalle entschärfen)
- Zahnersatz-Versorgung und die Parodontologie als Bestandteil der GKV erhalten
- Kampf für eine moderne, präventionsorientierte private Honorar-Gebührenordnung (HOZ) als wichtige Grundlage für unser Festzuschusssystem und die Mehrkostenvereinbahrungen
- Berücksichtigung von zahnmedizinischen Besonderheiten im SGB V
- Aufhebung des § 73c im SGB V – Abschaffung von Selektivverträgen, denn nur kollektive Ergänzungsverträge sind ein zulässiger Weg)
- Abschaffung des Gesundheitsfonds (Globalbudget) – echter Wettbewerb im Krankenversicherungswesen
- schrittweise Einführung von kapitaldeckenden Elementen in die GKV (private Unfallversicherung, private Zusatzversicherung)
- transparente Kostenerstattung in Teilbereichen der Zahnmedizin ohne Barrieren für den Patienten
- Moderne, sichere, praxisorientierte Telematikinfrastruktur zum Nutzen der Patienten. Kein gläsernes Arzt-Patienten-Modell im Sinne der Krankenkassen, hier das e-Kart-Modell.
- Abschaffung der Zwangsfortbildung nach § 95d SGB V
- Abschaffung des Bürokratiemonsters QM
- Ermäßigten Steuersatz für ZE von 7% sichern
- Prävention zielgerichtet gestalten – Verbesserung der Mundgesundheit
- Finanzierung des Krankenversicherungsschutzes
- Flächendeckende und bedarfsgerechte zahnärztliche Versorgung
- Hochwertige und innovative Arzneimittelversorgung für Deutschland
LANDESPOLITISCHE - BERLINER - ZIELE:
Die KZV muss als Selbstverwaltungsorgan der Vertragszahnärzte den Vertragszahnärzten erhalten bleiben.
Die Möglichkeiten zur Vertragsgestaltung mit den Krankenkassen müssen offensiv genutzt werden.
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Innovationen, Visionen und neue Ideen sind nur von uns Zahnärzten zu erwarten!
Die KZV Berlin hat sich in den letzen Jahren in Ihren Werten und in ihren politischen Rahmen stabilisiert!
Die Stärkung der Effizienz in der Verwaltung zeigt sich in den geringen Personalkosten, was geringere und stabile Verwaltungskosten nach sich zieht!
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- Stärkung von Gestaltungs- und Vertragskompetenz der KZV auf Landesebene
- Angleichung der Honorarvergütung in Berlin auf Westniveau (Mischpunktwert nach der Wende)
KZV als:
Servicegesellschaft für die Berliner Zahnärzte
Vertragspartner der Krankenkassen
Standesvertretung
Ausbau der KZV Berlin als Servicegesellschaft für die Berliner Zahnärzteschaft
niedrige Verwaltungskosten
Abschlagszahlungen auf ZE-Abrechnungen zum Selbstkostenpreis
Fortbildungsveranstaltungen
Kostenloses QM-Handbuch und Hilfe beim QM (Anwenderkurse)
Online-Portal der KZV = Vereinfachung der Verwaltung und Bürokratieabbau
Assistenten-Fortbildungen
Vor-Ort-Stammtische der KZV in den Bezirken
Ausbau und Entwicklung der Patientenberatung und des Zweitmeinungsmodells der KZBV als neutrale, qualitäts¬gesicherte und fachlich kompetente Beratung im Sinne und zum Nutzen der Berliner Kollegenschaft
Ausbau des Zulassungsreferates (Hilfe, Beratung, etc.)
Die KZV Berlin als Vertragspartner
Aufhebung der Bindung der Punktwertes an die Entwicklung der Grundlohnsumme
Vergütung präventionsorientierter Leistungen außerhalb des Budgets
Kollektive Ergänzungsverträge für alle Berliner Kollegen – statt Selektivverträge zum Vorteil einer Minderheit
Die KZV Berlin als Standesvertretung
Dialog statt Konfrontation – vor allen Dingen mit und für die Berliner Kollegenschaft
fraktionsübergreifende Gespräche
Stammtische vor Ort in den Bezirken
Assistenten-Fortbildung zum Selbstkostenpreis
Motivation der jüngeren Kolleginnen und Kollegen zur Mitarbeit
Wahl der Gutachter nach Qualifikation, nicht nach Verbandszugehörigkeit
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Das zahnärztliche Honorar das in Berlin von den Gesetzlichen Krakenkassen jährlich für die zahnärztliche Versorgung bereitgestellt wird, sollten nicht leichtfertig aufgegeben werden, will man nicht die Mehrzahl der Berliner Kolleginnen und Kollegen in große finanzielle Bedrängnis bringen. Von diesen Geldern, die zuverlässig Monat für Monat die KZV verteilt, werden Mieten, Gehälter, Kredite und meist noch Einiges mehr beglichen.
Raus aus der GKV bedeutet keine neuen Geldflüsse, im Gegenteil, die vorhandenen gibt es nicht mehr.
Listen, Gruppierungen oder Klinik-GmbH-en, welche die Aufsicht, Gerichte oder die Staatsanwaltschaft stetig aufsuchen und bemühen, schwächen die KZV und mindern deren Leistung und deren Transferfluss.
Auch kollektiv organisierte Netze – wie z.B. Claridentis in Bayern, eine Managementgesellschaft des DAZ – eignen sich nicht als „Ersatz-KZV“. Unter dem Aspekt der Verhandlungsmacht werden sie eher zum Nachteil für die Zahnärzte.
Auch im bestehenden System gibt es für Zahnärzte viel zu gewinnen! In keinem anderen Bereich der Medizin ist es möglich, 50 % und mehr des Leistungsvolumens privat abzurechnen! Da die übrigen Anteile der Umsätze „von der Kasse kommen“, bleiben die KZVen für den Zahnarzt auch in der Zukunft wichtig. Die Versichertenkarte ist nur noch die Eintrittskarte zur kompletten zahnmedizinischen Versorgung.
Die Frage wird sein, wie lange die Kollegenschaft noch zusammenhält. Solange wir das können, werden wir auch Einkaufsmodellen und Selektiv¬verträgen gelassen entgegensehen können. Die Chancen sind nicht so schlecht, weil
der Handlungsbedarf bei den Zahnärzten für die Kassen deutlich geringer ist
die Fachzahnärzte und Fachgruppen in hohem Maß durch die KZV vertreten sind
die Kollegenschaft sich um ihre KZV scharen kann
die KZV als einzig wirkliche Interessengemeinschaft existiert
F a z i t :
Ohne KZVen wird es für die Zahnärzteschaft in Berlin existentiell schwerer!
Ohne Ideen, Erfahrung und Kompetenz wird die KZV Berlin sich nicht als Körperschaft und Interessenvertretung definieren können!
Darum nehmen Sie an der KZV-Wahl teil!
Es ist Ihre KZV, die zur Wahl ansteht!